Ranchurlaub in Wyoming 1997

Shimney Rock, Shell, Wy


Vom 10. - 30. September 1997 auf der
Shell Creek Guest Ranch in Shell, Wyoming, USA


(
Leider ist diese Ranch keine Guest Ranch mehr.)

 09. September
Abflug von Berlin Tegel 13:25 Uhr, 8 Stunden Flug nach New York, Weiterflug mit 1 Std Verspätung, Ankunft in Denver, Colorado um 20:40 Ortszeit (4 Std Flug)
Entgegennahme des Mietautos (Pontiac), die Dame am Schalter wollte uns etliche zusätzliche Versicherungen aufschwatzen- das haben wir trotz unserer mageren Englischkenntnisse mitbekommen. Nachtfahrt 81 Meilen bis Loveland! ja, ja die Liebe ... ins Motel. Nach 25 Stunden endlich ein Bett (23:30 Ortszeit)

Mi 10. September Wetter: mittags sehr heiß
8:30 aufstehen, Continental Breakfest im Motel und
9:30 Abfahrt nach Norden
12:30 Tanken für $10 !!! für einen vollen Tank!!! und jeder eine Pizza im Pizzahut für $10 (hätten wir bloß die Salatbar genommen, die Pizza war riesig!). Fahrt auf dem Hwy 16 bei Sturm und Regen über den Powder River Paß (2.947 müM)
19:00  Ankunft auf der Shell Creek Guest Ranch und herzliche Begrüßung mit den Besitzern Keiko und Bruce (wir waren schon mal da), Rundgang durch das Ranchgelände
21:00 nach 503 Meilen Fahrt wohlverdiente Bettruhe hrch,  hrch........                                                                                                                       
Do 11. September Wetter: erst kühl, dann heiß, abends Gewitter
6:30 aufstehen weil wir nicht mehr schlafen können (Jetlag)
8:00 Frühstück, danach Fax nach Hause- alle wohlauf- Mutti will ja Bescheid wissen
9:30 1. Ausritt zum fantastischen Shimney Rock und Indian Paint Rock (3Std) unsere Pferde heißen Ginger und Lakota
13:00 Lunch, danach haben wir dem Rancher Bruce beim Beschlagen einiger Pferde zugesehen
18:00  Dinner: Rindfleischbraten, Gemüse, Kartoffelbrei, Salat, Dessert: Käsekuchen mit Kirschen und Sahne!  Lecker!
20:30  wir sind müde und verkrümeln uns in unser Zimmer

Fr 12. September
8:00 Frühstück: Sunnyside Egg, Ham, Muffins, Hashbrowns
9:00 Mit 2 Trailern mit je 6 Pferden und genauso vielen Leuten ging es zu einer Rangerstation und von dort aus zum Ausritt in die Big Horn Mountains, 4 Std hoch und 3 Std zurück- und das am 2. Tag- der Muskelkater ist vorprogrammiert! Unsere Pferde: Dixi und Baywatch Doch die unglaubliche Aussicht und die herrlichen Wälder des Bighorn Forest sind Entschädigung genug.
14:00  Lunch: Sandwiches hoch oben bei kaltem Wind aber unglaublichem Ausblick
18:00  Dinner: Chicken, Kartoffelbrei, Salat, Pudding
           kleiner Rundgang durch die Ranch
21:00  ab ins Bett

Sa 13. September
8:00 Frühstück: Rührei, Würstchen, Rosinenbrot, Donats
Danach  ging es mit 1 Trailer mit 6 Pferden und Wrangler John- ein Student aus England und 5 Touri’s ins Gebirge und Ausritt zu einem Canyon- ich kann mich kaum im Sattel halten, jeder Knochen und Muskel tut mir weh..., aber mein lieber Andre hat kein Mitleid- was soll ich auch machen... im Canyon kann ich ja  auch nicht bleiben. Unsere Pferde: Dixi und Baywatch
Lunch: Sandwiches am Bach- die Ruhe tut gut.
Nach dem 6 Std- Ritt Berg und Tal über viele Steine, durch Bäche und steile Hänge bis zur Schmerzgrenze- endlich wieder am Trailer, Pferde verladen und zurück. Ein grimmiger Blick zu Andre- das soll Urlaub sein??
18:00 Dinner: Fleischbällchen in Soße- fast wie Königsberger Klopse- Nudeln, Salat, Schoko- Rührkuchen  mit Kirschen obendrauf- ein Lob an die Köchin
21:00  ab ins Bett, die geschundenen Knochen pflegen

So 14. September Wetter: sonnig 27°C
Frühstück
: Spiegelei, Frühstücksschinken, Rosinenbrot, Bratkartoffeln
- Fahrt über Greybull ("Stadtbummel"), Stop bei einem Team- Roping- Wettkampf, nach Cody, kleiner Einkaufsbummel (Wrangler und Rope für Andre) und Besichtigung der Rushmore- Homes. Wir sind    beeindruckt von der Raumaufteilung und exklusiven Ausstattung der "Häuser auf Rädern" für relativ wenig Geld (damaliger Umtauschkurs: 1 $~ 1,85 DM). Auf dem Rückweg Abenteuerfahrt Richtung Hyattville auf Schotterpiste mit wunderbarer Aussicht auf die roten Berge die Ausläufer der Bighorn Mountains. Aber der Weg wurde immer felsiger und da unser kleiner Pontiac kein Geländefahrzeug ist, müssen wir leider umkehren. 193 Meilen Fahrt an diesem Tag.
Dinner: Spear Ribs, gebackene Kartoffel, Obstsalat, Apple- Pie
Es sind neue Gäste angekommen- 2 Schweizer- hurra sie sprechen deutsch! Andre reitet noch ein wenig. Da die Stute Lakota ihm zu lahm für's Barrel-Race ist, bekommt er die wilde und superschnelle Missi.

Mo 15. September Wetter: sonnig 27° C
Frühstück: Spiegelei, Toast, Bratkartoffeln, Obst, Schinken gekocht
Ausritt über den Shell Creek in die roten Berge in einer Gruppe von 8 Reitern. Unsere Pferde sind Lakota und Missi. Zum Lunch gibt's Hamburger.
Nachmittag regnet es leicht. Wir machen mit den beiden Schweizern einen Trip entlang des Hwy 14 Alt zu dem Porcupine Fall. Grandios!! Der steile Fußmarsch (1 Std) den Berg wieder hoch hat uns "Flachland-Tiroler" ganz schön angestrengt- keine Kondition! Aber es hat sich gelohnt. Für das Medicine Wheel- eine Kultstätte der Indianer- haben wir leider keine Zeit mehr. Auf der Weiterfahrt nach Lovell haben wir einen fantastischen Ausblick- im Rücken die Bighorn Mountains und vor uns das große Tal und in der Ferne die Rockies.
Zum Dinner auf der Ranch gibt's Lasagne, Reis, Bohnenpüree, Salat und Dessert- Ananaskuchen mit Sahne. Wir sehen noch einen wunderschönen Regenbogen über der Ranch.

Die 16. September
Frühstück: Spiegelei, Hashbrowns, Sausages (Würstchen)
Wir fahren mit John und weiteren 4 Gästen der Ranch mit Pick- Up, Trailer und Pferden ins Bighorn Gebirge. Bei Hagel und Schnee (es ist kalt 10° und windig) reiten wir 6 Stunden durch Berg und Tal. Leider sehen wir nicht allzu viel von der schönen Umgebung.
Wieder auf der Ranch lassen wir uns das Dinner schmecken (panierte Chicken- Teile, Reis, Salat, Dessert).
Ein großes Hallo; wir treffen auf einen Neuankömmling; ein Schweizer Cowboy mit Begleitung, den wir schon im vergangenen Jahr kennen gelernt haben. Bei Bier (Alkohol ist auf der Ranch nicht gern gesehen) klönen wir über Pferde, Pferde, Pferde.

Mi 17. September Wetter: bedeckt, dann sonnig u. bewölkt 16°C
Frühstück:
Spiegelei, Schinken, Toast, Obst
Heute fahren wir zwei durch die Nordost- Einfahrt in den Yellowstone NP (Eintritt $20). Grandios! Der Park ist einfach überwältigend. Wir fahren vorbei an Büffelherden, blubbernden Schlammlöchern, heißen Quellen und dem Yellowstone Lake zum Old Faithful. Aus dem Auto ausgestiegen und auf halbem Weg zum Geysir bricht er aus. Wir haben volle Sicht auf das Naturschauspiel, da die meisten Touristen (jede Menge wild fotografierende Japaner und andere) auf der anderen Seite stehen.  
Über die Ost- Ausfahrt fahren wir über Cody zurück zur Ranch. Unterwegs sehen wir einen wunderschönen großen Vollmond- Aufgang über den Bighorn Montains. An diesem Tag sind es 450 Meilen, wir haben 2x getankt für je $10 !!!

Do 18. September Wetter: bedeckt 15°C
Frühstück: wie immer lecker und reichhaltig
Ausritt durch den Shell Creek in die Berge mit Wrangler Dave und 7 Leuten.
Zum Lunch gibt's Hamburger.
Nachmittag helfen wir Bruce bei der Rancharbeit (Paddocks reinigen, Heu ranfahren, Blumen gießen.
Zum Dinner wird Beauff Stroganoff mit Reis, Erbsen, Salat, Bananencreme serviert.   Andre reitet noch auf dem Platz, danach treffen wir uns alle in der Lounge zum Talk.

Fr 19. September
Nach dem Frühstück fahren wir zwei mit Dave und Pferden zur Ranger- Station in den Bergen. Von dort aus reiten wir hoch in die Berge bei Schneefall zum Jägercamp- 2 Armyzelte + Toilettenzelt mit Kloschüssel und Wassereimer. Die Pferde sind oft ausgerutscht, meins sogar gestürzt, der Schnee pappte an den Eisen.
Wir bereiten das Camp für die Jäger vor und kontrollieren die Essenvorräte, sammeln Holz. Wir finden 3 Becher "5- Minuten- Terrine", die wir zum Lunch verspeisen- Wasser haben wir natürlich vorher gekocht!
Ist richtig schick dort oben- Campingbetten, Schlafsäcke, Propankocher, -lampen und -heizung. Soviel Luxus für die Jäger!
Die Berge runter rutschen die Pferde wieder auf den matschigen Wegen. Ich möchte am liebsten absteigen, reiße mich aber zusammen und vertraue meinem Pferd.
Zum Dinner bekommen wir Chicken in Barbecue Sauce und weiße Bohnen.

Sa 20. September
Frühstück: wie gewohnt. Heute sind alle ganz aufgeregt, denn eine Delegation hat sich angesagt. Ein ganzer Bus voll Touristikleuten ("Hotel- und Ranchtester") von Reiseagenturen besichtigen ab 9:00 die Ranch. Bruce hat uns gebeten, falls Deutsche dabei sind, für die Ranch Reklame zu machen. Dazu hatten wir auch Gelegenheit. Wir lernen Herrn Büttner von ARGUS- Reisen kennen. Im darauffolgenden Jahr fanden wir "unsere" Ranch im Katalog wieder. 
Ich gebe Alarm weil einige Pferde ausgebrochen sind!
Gegen 12:00 kommen 6 Jäger auf der Ranch an. Bruce fährt mit ihnen und Trailer mit Pferden zur Ranger Station und Andre und ich fahren mit Dave und dem PickUp mit der Jäger- Ausrüstung hinterher und dann weiter zum Camp. Wir werden auf den felsigen Wegen ganz schön durchgeschüttelt, Pferde kommen da besser durch! Als die Jäger oben ankommen, loderte bereits das Lagerfeuer. Sie zeigen uns ihre Ausrüstung- wir sind fasziniert!!! Ja, Jagen und Fischen ist der Ami's liebstes Kind. Ich sag den Tieren, daß sie sich verstecken sollen!! Wir (Bruce, Andre und ich) lassen die Jäger im Camp und reiten- jeder mit Handpferd- wieder ins Tal. Dave muß den PickUp nehmen. In der Abenddämmerung sehen wir auf einem Bergkamm 10 Rehe und Rehbock. Fast schon unten und fast dunkel hören wir plötzlich ein Geräusch! Ein riesiger Elchbulle (Riesenelch, Moose) reibt sich seine Schaufeln an einem Baum. In ca. 10 m Entfernung springt er dann vor uns über den Weg. Wir sind begeistert!! Und die Pferde stehen still!! Unsere zu Hause erschrecken sich vor jedem Hasen!
Gegen 22:00 sind wir wieder auf der Ranch. Keiko hat das Dinner warm gehalten- es gibt Rinderbraten, Bohnen und gebackene Kartoffeln.
Um 23:00 sinken wir müde ins Bett- ein ereignisreicher Tag geht zu Ende.

So 21. September
Heute macht Bruce Frühstück!  Toast, Obst und Omelett! weil die Köchin heut frei hat und Keiko stark erkältet ist.
Andre und ich fahren heute nach Billings (155 Meilen, 3 Std.). Die Fahrt über Lovell ist ziemlich öde, flaches Land aber die Berge in der Ferne. In Billings machen wir eine Stadtrundfahrt und da die Einkaufszentren auf haben- auch am Sonntag! - machen wir eine kleine Shopping- Tour. Andre kauft sich eine Jeans- Wrangler natürlich- für $30 und ich ein Paar Schuhe. Auf dem Rückweg fahren wir in Richtung Sheridan. Rechts die Bighorn Mountains und links die Prärie- Hügel, herrlich!!! Diese Strecke- 195 Meilen schafft man auch in 3 Stunden. In Dayton halten wir aber an und essen in einer kleinen Kneipe für $ 15.
21:00 sind wir wieder in unserem Quartier.  Gesamt 395 Meilen.  

Mo 22. September Dauerregen 15°C
Frühstück
: wie immer. Einer der Gäste- John aus Minnesota hat seinen Jagd- Bogen mit. Die Ami's und ihr Hobby.... Andre darf sich im Bogenschießen üben und verrenkt sich seinen Hals- sehr zur Schadenfreude des Ranchers.
Gegen Mittag fährt Bruce mit 2 Gästen  und 1 kranken Pferde zum Tierarzt Richtung Sheridan.
Dave, John und wir zwei beiden fahren mit dem Truck und Trailer nach Greybull. Den Trailer lassen wir an einer Tankstelle stehen und fahren weiter ins Western- Städtchen Cody. Nach einer kleinen Shopping- Tour (Dave kauft Schuhe und John Jeans) fahren wir nach Powell und kaufen Pferdefutter (Pellets und Müsli). In Greybull bringen wir den Trailer in der Waschanlage auf Hochglanz. Wieder in Shell holen wir noch Heu und Dave läßt uns mit seiner Pistole schießen, das ist gar nicht so einfach!
Zum Dinner essen wir Lasagne, Gemüse und Dessert. Anschließend sehen wir uns alle in der Lounge ein Video an.

Die 23. September sonnig, keine Wolken, kühle Luft aber 25°C
Andre hat einen steifen Hals und Bruce lacht immer noch schadenfroh. Nach dem Frühstück: Omelett, reiten wir mit John und einem älteren Paar aus Süd-Wales durch den Shell Creek in die Berge. Die beiden sind in voller "Englisch-Reiter-Montour". Wir können uns ein Grinsen nicht verkneifen! Nichts gegen Englisch- Reiter..... wir sind ja tolerant.
Zum Lunch gibt's Hamburger.  Nachmittag reitet Andre mit den beiden Walisern aus. Ich bleibe da und sehe mir das andere Gästehaus an und bin von dem amerikanischen Baustil begeistert.
2 Bayern- Onkel und Neffe- kommen auf die Ranch. Der Ältere lebt das halbe Jahr in America und arbeitet als Dolmetscher und Tour- Guide. Die können gar nicht fassen, daß 2 "Ossis" sich so einen Urlaub überhaupt leisten können. Wir erklären ihnen, daß wir 3 Wochen da sind aber nur 2 Wochen bezahlen, weil wir rund um die Ranch mit zupacken. Zum Dinner gibt's gefülltes Kotelett, Mais, gebackene Kartoffeln. Anschließend fahren wir mit Bruce zu einer benachbarten Ranch und sehen ihnen dort beim Team Roping zu.

Mi 24. September wolkenlos 30°C
Frühstück
: Spiegelei, Schinken, Toast. Anschließend fahren wir mit Bruce nach Sheridan. Dort zeigt er uns die King's Saddlery, weil wir auf der Suche nach einem Westernsattel sind. Sie haben eine riesige Auswahl an Sätteln- auch Gebrauchte- und Rope's. Die Sättel sind uns zu teuer und die Gebrauchten zu ramponiert, aber Andre kauft ein Rope für $12. In Ranchester holen wir das Pferd vom Doc ab.
18:00 gibt's zum Dinner Steak, grüne Bohnen und mit Käse überbackene Kartoffeln.
Andre übt mit seinem neuen Rope und fängt Kühe- getarnt als Gartenstühle. Der Bayer zeigt ihm verschiedene Arten Lasso zu werfen. Andre fängt sogar Stühle ein! Ich gieße die Blumenrabatten der Ranch.
Danach sehen wir das Video "Eraser" mit Arnold Schwarzenegger- natürlich in Englisch (wir verstehen immer mehr, außerdem kennen wir den Film).

Do 25. September wolkenlos 30°C
8:00 Frühstück: Omelett...Wir machen heute einen Ausflug mit Dave, John und den beiden Walisern Marina und Alan. Die Fahrt geht zum Bighorn Canyon. Der ist grandios! und wir sind die einzigsten Besucher. Unterwegs sehen wir Wildpferde, Mustangs in den Hügeln bei Pryor und Bighorn- Schafe. Wir packen unsere Lunchpakete auf einer Ranger Station aus. Der Ranger erzählt uns viel über die Mustangs und daß sie einmal im Jahr zusammengetrieben werden- mit Hubschrauber!!!- um sie auszusortieren und für $100 mit einer Art Schutzvertrag zu verkaufen.
Wir fahren noch ein Stück und Dave zeigt uns einen heiligen Platz der Indianer. Weiter dürfen wir nicht, weil dort das Reservat beginnt. Touri's sind dort nicht erwünscht. Schade. Ich interessiere mich sehr für die Geschichte der Indianer und ihr Leben heute.
In Frannie kaufen wir einen gebrauchten Sattel für $ 428 einschl. Vorderzeug und im Farmer Shop in Powell noch ein passendes Pad. Typisch Reitanfänger...!! Sattelkauf ohne Anprobe. Und der Sattel paßt auf unsern Kuri wie angegossen!! Gestandene Reiter zeigen uns einen "Vogel". Na und..
Wir fahren weiter nach Cody. Dave zeigt uns einen schönen Ausgangspunkt (Southfork) für Packtrips. Überall stehen Warnschilder vor  Grizzly's.
20:00 sind wir wieder auf der Ranch. Zum Dinner bekommen wir Spear- Ribs, Kartoffelbrei, Blumenkohl, Brokkoli, Salat, Apple- Pie mit Eis! Lecker! Ein deutsches Paar übernachtet auf der Ranch. Sie wollen am nächsten Tag in den Yellowstone N.P.

Fr 26. September
Frühstück: Spiegelei, Toast, Pancakes, Obst. Heut ist "easy day" angesagt. Wir genießen das Faulsein. Nach dem Lunch (Pizza) helfen wir Bruce beim Trailer verkleiden. Da er mit Freunden zum Jagen nach Jackson Hole möchte und den Pferde- Trailer zur Übernachtung auserkoren hat, wird er von innen mit Styropor- Platten beklebt. Am späten Nachmittag bitten wir Bruce doch mal mit seinem Zucht-Hengst Dee zu arbeiten. Eigentlich wollten wir ihn reiten sehen, aber das stolze Tier ist wohl "nur" zur Beglückung seiner Stuten da, oder ganz einfach ausgedrückt- Bruce ist nicht lebensmüde. Dee machte schon mächtig Theater beim Satteln und Bodenarbeit im Round Pen- sehr zur Belustigung der Zuschauer. Es blieb nur beim Abstützen in den Steigbügel, den Reiter wollte er nicht ertragen!!  ;-))
Ich darf einen neuen Sattel ausprobieren, sattle Lakota und übe auf dem großen Abreitplatz und traue mich endlich Galopp zu reiten! Seit Kuri zweimal mit mir durchging, hab ich ziemlich Schiß vorm Galopp.
18:00 ist Dinner-Time, wir lassen uns Hackbraten mit Käse-Kartoffeln, Erbsen, Fruchtkuchen schmecken. Anschließend nimmt uns Bruce zum Roping- Training mit nach Shell.
Den Abend lassen wir in der Logde beim TV ausklingen.

Sa 27. September
Nach dem Frühstück (wie immer) reite ich zusammen mit John, Marina und Alan zum Shimney Rock (siehe Foto oben). Anschließend ist Waschtag- Jeans und Zubehör waschen. Andre reitet mit Dave und Bruce zum Camp in die Berge. Nachmittag fahre ich mit unserem Pontiac und Keiko und Marina zum "Shoppen" nach Greybull- es sind hier ganze 5 Geschäfte!
Zum Dinner um 18:30 -Chicken, Mais, Nudelsalat, Kartoffelbrei, Eiscreme- sind alle wieder zusammen.

So 28. September morgens 4°C, wolkenlos, mittags 25°C
Nach dem Frühstück (Kochschinken, Spiegelei...) fährt Keiko mit ihrem Van und uns und Marina, Alan, John nach Cody. Wir machen einen Geschäftsbummel und Keiko besucht das Grab ihres Sohnes Denver, er wurde nur 18 Jahre alt (Fugzeugabsturz- er wollte den Flugschein machen). Ihr zweiter Sohn Utah besucht das College und möchte später Zahnarzt werden.
Zum Lunch lädt uns Keiko zur Salatbar im PizzaHut ein und zum Dinner gibt's Steak-Strips in einem Restaurant in Cody. Abends sehen wir uns ein Video über Rodeo's an.

Mo 29. September Wetter wie vor
Frühstück wie üblich, dann gehen wir am Shell Creek angeln, keiner fängt einen Fisch :-(
Gegen 11:00 bringen wir alle John zum Flughafen nach Cody, er fliegt wieder zurück nach England. Sein 3monatiger USA- Aufenthalt ist zu Ende und seine Uni ruft. Bruce spendiert Milchshake mit Banane im Dairy Queen. Danach gehen wir mit Bruce auf den Friedhof und dann besichtigen wir die in Cody aufgebaute originale Westernstadt Old Trail Town.
Zum Dinner essen wir Hirsch, grüne Bohnen, Eiscreme. Jetzt ist auch für uns Kofferpacken angesagt.

Die 30. September wolkenlos, früh kalt, dann heiß
Nach dem Frühstück ist große Verabschiedung, Abschiedsfotos. Marina und Alan reisen heute auch ab und werden zum Flughafen nach Billings gebracht. Schweren Herzens reisen wir ab- aber wir sollen unbedingt wiederkommen- okay versprochen- aber wann?
Wir fahren nach Süden durch den schönen Wind River Canyon, über Riverton (9.000 Einwohner), Shoshone (100 Einwohner), Rowlings (9.800) nach Laramie und quartieren uns im Best Western Motel ($54 pro Zimmer)  ein. Am heutigen Tag sind wir 378 Meilen gefahren.

Mi 01. Oktober wolkenlos, wie vor
8:45 fahren wir ab vom Motel und frühstücken bei McDonald. In Cheyenne der Hauptstadt von Wyoming kaufen wir noch mal ordentlich ein, einen Westernhut für unseren Vermieter zu Hause, 2 Satteldecken und organisieren uns im Farmer's Shop eine große Kiste für Andre's Sattel.
In Denver angekommen 16:30  suchen wir die kürzeste Strecke zur Autovermietung "Dollar Rent A Car" in Flughafennähe und checken in einem Motel in Watkins ($42) ein. Wir verpacken den Sattel ordentlich und sehen uns anschließend die vielen bunten Trucks auf dem Truck Stop an, wir holen uns noch ein paar Bier und verkrümeln uns in unser Zimmer. An diesem Tag waren es 202 Meilen.

Do 02. Oktober
Aufstehen um 6:30 und Fahrt zur Autovermietstation (27 Meilen). Wir geben unser Mietauto ab- völlig problemlos- nur ein kurzer Blick ringsrum- okay- und werden zum Flughafen gefahren. Ohne Verspätung geht's ab Richtung Heimat. Bye bye America- we come back- maybe soon.


PS: Wir sind nicht wegen dem Essen in den Urlaub geflogen. Ich wollte nur zeigen, daß das Vorurteil "Ami's leben nur vom Fastfood- Hamburger und Hotdogs" nicht stimmt!!

PS 2: Zwei Tage später sehen wir in den Nachrichten, daß in Denver wegen der Schneemassen sämtliche Flüge gestrichen sind. Glück gehabt.