
Shimney Rock, Shell, Wy |
Vom 10. - 30. September 1997 auf der Shell Creek Guest Ranch in Shell, Wyoming, USA (Leider ist diese Ranch keine Guest Ranch mehr.) |
09. September
Abflug von Berlin Tegel 13:25 Uhr, 8 Stunden Flug nach New York, Weiterflug mit
1 Std Verspätung, Ankunft in Denver, Colorado um 20:40 Ortszeit (4 Std Flug)
Entgegennahme des Mietautos (Pontiac), die Dame am Schalter wollte uns etliche
zusätzliche Versicherungen aufschwatzen- das haben wir trotz unserer mageren
Englischkenntnisse mitbekommen. Nachtfahrt 81 Meilen bis Loveland! ja, ja die
Liebe ... ins Motel. Nach 25 Stunden endlich ein Bett (23:30 Ortszeit)
Mi 10. September Wetter: mittags sehr heiß
8:30 aufstehen, Continental Breakfest im Motel
und
9:30 Abfahrt nach Norden
12:30 Tanken für $10 !!! für einen vollen
Tank!!! und jeder eine Pizza im Pizzahut für $10 (hätten wir bloß die
Salatbar genommen, die Pizza war riesig!). Fahrt auf dem Hwy 16 bei Sturm und Regen
über den Powder River Paß (2.947 müM)
19:00 Ankunft auf der Shell Creek Guest Ranch
und herzliche Begrüßung mit den Besitzern Keiko und Bruce (wir waren schon mal
da), Rundgang durch das Ranchgelände
21:00 nach 503 Meilen Fahrt wohlverdiente
Bettruhe hrch, hrch........
Do 11. September Wetter: erst kühl, dann heiß, abends Gewitter
6:30 aufstehen weil wir nicht mehr schlafen können (Jetlag)
8:00 Frühstück, danach Fax nach Hause- alle
wohlauf- Mutti will ja Bescheid wissen
9:30 1. Ausritt zum fantastischen Shimney
Rock und Indian Paint Rock (3Std) unsere Pferde heißen Ginger und
Lakota
13:00 Lunch, danach haben wir dem Rancher Bruce
beim Beschlagen einiger Pferde zugesehen
18:00 Dinner: Rindfleischbraten, Gemüse,
Kartoffelbrei, Salat, Dessert: Käsekuchen mit Kirschen und Sahne! Lecker!
20:30 wir sind müde und verkrümeln uns in
unser Zimmer
Fr 12. September
8:00 Frühstück: Sunnyside Egg, Ham, Muffins,
Hashbrowns
9:00 Mit 2 Trailern mit je 6 Pferden und genauso
vielen Leuten ging es zu einer Rangerstation und von dort aus zum Ausritt in die
Big
Horn Mountains, 4 Std hoch und 3 Std zurück- und das am 2. Tag-
der Muskelkater ist vorprogrammiert! Unsere Pferde: Dixi und Baywatch Doch die
unglaubliche Aussicht und die herrlichen Wälder des Bighorn Forest sind
Entschädigung genug.
14:00 Lunch: Sandwiches hoch oben bei kaltem
Wind aber unglaublichem Ausblick
18:00 Dinner: Chicken, Kartoffelbrei, Salat,
Pudding
kleiner Rundgang
durch die Ranch
21:00 ab ins Bett
Sa 13. September
8:00 Frühstück: Rührei, Würstchen,
Rosinenbrot, Donats
Danach ging es mit 1 Trailer mit 6 Pferden und Wrangler John- ein Student
aus England und 5 Touri’s ins Gebirge und Ausritt zu einem Canyon- ich kann
mich kaum im Sattel halten, jeder Knochen und Muskel tut mir weh..., aber mein
lieber Andre hat kein Mitleid- was soll ich auch machen... im Canyon kann ich ja
auch nicht bleiben. Unsere Pferde: Dixi und Baywatch
Lunch: Sandwiches am Bach- die Ruhe tut gut.
Nach dem 6 Std- Ritt Berg und Tal über viele Steine, durch Bäche und steile
Hänge bis zur Schmerzgrenze- endlich wieder am Trailer, Pferde verladen und zurück.
Ein grimmiger Blick zu Andre- das soll Urlaub sein??
18:00 Dinner: Fleischbällchen in Soße- fast wie
Königsberger Klopse- Nudeln, Salat, Schoko- Rührkuchen mit Kirschen
obendrauf- ein Lob an die Köchin
21:00 ab ins Bett, die geschundenen Knochen
pflegen
So 14. September Wetter: sonnig 27°C
Frühstück: Spiegelei, Frühstücksschinken, Rosinenbrot, Bratkartoffeln
- Fahrt über Greybull ("Stadtbummel"), Stop bei einem Team- Roping-
Wettkampf, nach Cody, kleiner Einkaufsbummel (Wrangler und Rope für Andre) und
Besichtigung der Rushmore- Homes. Wir sind beeindruckt von der
Raumaufteilung und exklusiven Ausstattung der "Häuser auf Rädern" für
relativ wenig Geld (damaliger Umtauschkurs: 1 $~ 1,85 DM). Auf dem Rückweg
Abenteuerfahrt Richtung Hyattville auf Schotterpiste mit wunderbarer Aussicht
auf die roten Berge die Ausläufer der Bighorn Mountains. Aber der Weg wurde
immer felsiger und da unser kleiner Pontiac kein Geländefahrzeug ist, müssen
wir leider umkehren. 193 Meilen Fahrt an diesem Tag.
Dinner: Spear Ribs, gebackene Kartoffel, Obstsalat, Apple- Pie
Es sind neue Gäste angekommen- 2 Schweizer- hurra sie sprechen deutsch! Andre
reitet noch ein wenig. Da die Stute Lakota ihm zu lahm für's Barrel-Race ist,
bekommt er die wilde und superschnelle Missi.
Mo 15. September Wetter: sonnig 27° C
Frühstück: Spiegelei, Toast, Bratkartoffeln, Obst, Schinken gekocht
Ausritt über den
Shell Creek in die roten Berge in einer Gruppe von 8 Reitern. Unsere
Pferde sind Lakota und Missi. Zum Lunch gibt's Hamburger.
Nachmittag regnet es leicht. Wir machen mit den beiden Schweizern einen Trip
entlang des Hwy 14 Alt zu dem Porcupine
Fall. Grandios!! Der steile Fußmarsch (1 Std) den Berg wieder hoch hat
uns "Flachland-Tiroler" ganz schön angestrengt- keine Kondition! Aber
es hat sich gelohnt. Für das Medicine Wheel- eine Kultstätte der Indianer-
haben wir leider keine Zeit mehr. Auf der Weiterfahrt nach Lovell haben wir
einen fantastischen Ausblick- im Rücken die Bighorn Mountains und vor uns das
große Tal und in der Ferne die Rockies.
Zum Dinner auf der Ranch gibt's Lasagne, Reis, Bohnenpüree, Salat und
Dessert- Ananaskuchen mit Sahne. Wir sehen noch einen wunderschönen Regenbogen
über der Ranch.
Die 16. September
Frühstück: Spiegelei, Hashbrowns, Sausages (Würstchen)
Wir fahren mit John und weiteren 4 Gästen der Ranch mit Pick- Up, Trailer und
Pferden ins Bighorn Gebirge. Bei Hagel und Schnee (es ist kalt 10° und windig)
reiten wir 6 Stunden durch Berg und Tal. Leider sehen wir nicht allzu viel von
der schönen Umgebung.
Wieder auf der Ranch lassen wir uns das Dinner schmecken (panierte
Chicken- Teile, Reis, Salat, Dessert).
Ein großes Hallo; wir treffen auf einen Neuankömmling; ein Schweizer Cowboy
mit Begleitung, den wir schon im vergangenen Jahr kennen gelernt haben. Bei Bier
(Alkohol ist auf der Ranch nicht gern gesehen) klönen wir über Pferde, Pferde,
Pferde.
Mi 17. September Wetter: bedeckt, dann
sonnig u. bewölkt 16°C
Frühstück: Spiegelei, Schinken, Toast, Obst
Heute fahren wir zwei durch die Nordost- Einfahrt in den Yellowstone
NP (Eintritt $20). Grandios! Der Park ist einfach überwältigend. Wir
fahren vorbei an Büffelherden, blubbernden Schlammlöchern, heißen Quellen und
dem Yellowstone Lake zum Old
Faithful. Aus dem Auto ausgestiegen und auf halbem Weg zum Geysir bricht
er aus. Wir haben volle Sicht auf das Naturschauspiel, da die meisten Touristen
(jede Menge wild fotografierende Japaner und andere) auf der anderen Seite
stehen.
Über die Ost- Ausfahrt fahren wir über Cody zurück zur Ranch. Unterwegs sehen
wir einen wunderschönen großen Vollmond- Aufgang über den Bighorn Montains.
An diesem Tag sind es 450 Meilen, wir haben 2x getankt für je $10 !!!
Do 18. September Wetter: bedeckt 15°C
Frühstück: wie immer lecker und reichhaltig
Ausritt durch
den Shell Creek in die Berge mit Wrangler Dave und 7 Leuten.
Zum Lunch gibt's Hamburger.
Nachmittag helfen wir Bruce bei der Rancharbeit (Paddocks reinigen, Heu
ranfahren, Blumen gießen.
Zum Dinner wird Beauff Stroganoff mit Reis, Erbsen, Salat, Bananencreme
serviert. Andre reitet noch auf dem Platz, danach treffen wir uns alle in
der Lounge zum Talk.
Fr 19. September
Nach dem Frühstück fahren wir zwei mit Dave und Pferden zur Ranger- Station in
den Bergen. Von dort aus reiten wir hoch in die Berge bei Schneefall zum Jägercamp-
2 Armyzelte + Toilettenzelt mit Kloschüssel und Wassereimer. Die Pferde sind
oft ausgerutscht, meins sogar gestürzt, der Schnee pappte an den Eisen.
Wir bereiten das Camp
für die Jäger vor und kontrollieren die Essenvorräte, sammeln Holz. Wir
finden 3 Becher "5- Minuten- Terrine", die wir zum Lunch verspeisen-
Wasser haben wir natürlich vorher gekocht!
Ist richtig schick dort oben- Campingbetten, Schlafsäcke, Propankocher, -lampen
und -heizung. Soviel Luxus für die Jäger!
Die Berge runter rutschen die Pferde wieder auf den matschigen Wegen. Ich möchte
am liebsten absteigen, reiße mich aber zusammen und vertraue meinem Pferd.
Zum Dinner bekommen wir Chicken in Barbecue Sauce und weiße Bohnen.
Sa 20. September
Frühstück: wie gewohnt. Heute sind alle ganz aufgeregt, denn eine
Delegation hat sich angesagt. Ein ganzer Bus voll Touristikleuten ("Hotel-
und Ranchtester") von Reiseagenturen besichtigen ab 9:00 die Ranch. Bruce
hat uns gebeten, falls Deutsche dabei sind, für die Ranch Reklame zu machen.
Dazu hatten wir auch Gelegenheit. Wir lernen Herrn Büttner von ARGUS- Reisen
kennen. Im darauffolgenden Jahr fanden wir "unsere" Ranch im Katalog
wieder.
Ich gebe Alarm weil einige Pferde ausgebrochen sind!
Gegen 12:00 kommen 6 Jäger auf der Ranch an. Bruce fährt mit ihnen und Trailer
mit Pferden zur Ranger Station und Andre und ich fahren mit Dave und dem PickUp
mit der Jäger- Ausrüstung hinterher und dann weiter zum Camp. Wir werden auf
den felsigen Wegen ganz schön durchgeschüttelt, Pferde kommen da besser durch!
Als die Jäger oben ankommen, loderte bereits das Lagerfeuer. Sie zeigen uns ihre
Ausrüstung- wir sind fasziniert!!! Ja, Jagen und Fischen ist der Ami's liebstes
Kind. Ich sag den Tieren, daß sie sich verstecken sollen!! Wir (Bruce, Andre
und ich) lassen die Jäger im Camp und reiten- jeder mit Handpferd- wieder ins
Tal. Dave muß den PickUp nehmen. In der Abenddämmerung sehen wir auf einem
Bergkamm 10 Rehe und Rehbock. Fast schon unten und fast dunkel hören wir plötzlich
ein Geräusch! Ein riesiger Elchbulle (Riesenelch, Moose) reibt sich seine Schaufeln an einem Baum. In
ca. 10 m Entfernung springt er dann vor uns über den Weg. Wir sind begeistert!! Und
die Pferde stehen still!! Unsere zu Hause erschrecken sich vor jedem Hasen!
Gegen 22:00 sind wir wieder auf der Ranch. Keiko hat das Dinner warm
gehalten- es gibt Rinderbraten, Bohnen und gebackene Kartoffeln.
Um 23:00 sinken wir müde ins Bett- ein ereignisreicher Tag geht zu Ende.
So 21. September
Heute macht Bruce Frühstück! Toast, Obst und Omelett! weil die
Köchin heut frei hat und Keiko stark erkältet ist.
Andre und ich fahren heute nach Billings (155 Meilen, 3 Std.). Die Fahrt über
Lovell ist ziemlich öde, flaches Land aber die Berge in der Ferne. In Billings
machen wir eine Stadtrundfahrt und da die Einkaufszentren auf haben- auch am
Sonntag! - machen wir eine kleine Shopping- Tour. Andre kauft sich eine Jeans-
Wrangler natürlich- für $30 und ich ein Paar Schuhe. Auf dem Rückweg fahren
wir in Richtung Sheridan. Rechts die Bighorn Mountains und links die Prärie- Hügel,
herrlich!!! Diese Strecke- 195 Meilen schafft man auch in 3 Stunden. In Dayton
halten wir aber an und essen in einer kleinen Kneipe für $ 15.
21:00 sind wir wieder in unserem Quartier. Gesamt 395 Meilen.
Mo 22. September Dauerregen 15°C
Frühstück: wie immer. Einer der Gäste- John aus Minnesota hat seinen
Jagd- Bogen mit. Die Ami's und ihr Hobby.... Andre darf sich im Bogenschießen
üben und verrenkt sich seinen Hals- sehr zur Schadenfreude des Ranchers.
Gegen Mittag fährt Bruce mit 2 Gästen und 1 kranken Pferde zum Tierarzt
Richtung Sheridan.
Dave, John und wir zwei beiden fahren mit dem Truck und Trailer nach Greybull.
Den Trailer lassen wir an einer Tankstelle stehen und fahren weiter ins Western-
Städtchen Cody. Nach einer kleinen Shopping- Tour (Dave kauft
Schuhe und John Jeans) fahren wir nach Powell und kaufen Pferdefutter (Pellets
und Müsli). In Greybull bringen wir den Trailer in der Waschanlage auf
Hochglanz. Wieder in Shell holen wir noch Heu und Dave läßt uns mit seiner
Pistole schießen, das ist gar nicht so einfach!
Zum Dinner essen wir Lasagne, Gemüse und Dessert. Anschließend sehen wir uns
alle in der Lounge ein Video an.
Die 23. September sonnig, keine Wolken, kühle
Luft aber 25°C
Andre hat einen steifen Hals und Bruce lacht immer noch schadenfroh. Nach dem Frühstück:
Omelett, reiten wir mit John und einem älteren Paar aus Süd-Wales durch den
Shell Creek in die Berge. Die beiden sind in voller "Englisch-Reiter-Montour". Wir können uns ein Grinsen nicht verkneifen! Nichts gegen
Englisch- Reiter..... wir sind ja tolerant.
Zum Lunch gibt's Hamburger. Nachmittag reitet Andre mit den
beiden Walisern aus. Ich bleibe da und sehe mir das andere Gästehaus an und bin
von dem amerikanischen Baustil begeistert.
2 Bayern- Onkel und Neffe- kommen auf die Ranch. Der Ältere lebt das halbe Jahr
in America und arbeitet als Dolmetscher und Tour- Guide. Die können gar nicht
fassen, daß 2 "Ossis" sich so einen Urlaub überhaupt leisten können.
Wir erklären ihnen, daß wir 3 Wochen da sind aber nur 2 Wochen bezahlen, weil
wir rund um die Ranch mit zupacken. Zum Dinner gibt's gefülltes
Kotelett, Mais, gebackene Kartoffeln. Anschließend fahren wir mit Bruce zu
einer benachbarten Ranch und sehen ihnen dort beim Team Roping zu.
Mi 24. September wolkenlos 30°C
Frühstück: Spiegelei, Schinken, Toast. Anschließend fahren wir mit Bruce
nach Sheridan. Dort zeigt er uns die King's Saddlery, weil wir auf der Suche
nach einem Westernsattel sind. Sie haben eine riesige Auswahl an Sätteln- auch
Gebrauchte- und Rope's. Die Sättel sind uns zu teuer und die Gebrauchten zu
ramponiert, aber Andre kauft ein Rope für $12. In Ranchester holen wir das
Pferd vom Doc ab.
18:00 gibt's zum Dinner Steak, grüne Bohnen und mit Käse überbackene
Kartoffeln.
Andre übt mit seinem neuen Rope und fängt Kühe- getarnt als Gartenstühle.
Der Bayer zeigt ihm verschiedene Arten Lasso zu werfen. Andre fängt sogar Stühle
ein! Ich gieße die Blumenrabatten der Ranch.
Danach sehen wir das Video "Eraser" mit Arnold Schwarzenegger- natürlich
in Englisch (wir verstehen immer mehr, außerdem kennen wir den Film).
Do 25. September wolkenlos 30°C
8:00 Frühstück: Omelett...Wir machen heute einen Ausflug mit Dave,
John und den beiden Walisern Marina und Alan. Die Fahrt geht zum Bighorn
Canyon. Der ist grandios! und wir sind die einzigsten Besucher. Unterwegs sehen wir Wildpferde, Mustangs in
den Hügeln bei Pryor und Bighorn- Schafe. Wir packen unsere Lunchpakete
auf einer Ranger Station aus. Der Ranger erzählt uns viel über die Mustangs
und daß sie einmal im Jahr zusammengetrieben werden- mit Hubschrauber!!!- um
sie auszusortieren und für $100 mit einer Art Schutzvertrag zu verkaufen.
Wir fahren noch ein Stück und Dave zeigt uns einen heiligen Platz der Indianer.
Weiter dürfen wir nicht, weil dort das Reservat beginnt. Touri's sind dort
nicht erwünscht. Schade. Ich interessiere mich sehr für die Geschichte der
Indianer und ihr Leben heute.
In Frannie kaufen wir einen gebrauchten Sattel für $ 428 einschl. Vorderzeug
und im Farmer Shop in Powell noch ein passendes Pad. Typisch Reitanfänger...!!
Sattelkauf ohne Anprobe. Und der Sattel paßt auf unsern Kuri wie angegossen!!
Gestandene Reiter zeigen uns einen "Vogel". Na und..
Wir fahren weiter nach Cody. Dave zeigt uns einen schönen Ausgangspunkt (Southfork)
für Packtrips. Überall stehen Warnschilder vor Grizzly's.
20:00 sind wir wieder auf der Ranch. Zum Dinner bekommen wir Spear-
Ribs, Kartoffelbrei, Blumenkohl, Brokkoli, Salat, Apple- Pie mit Eis! Lecker!
Ein deutsches Paar übernachtet auf der Ranch. Sie wollen am nächsten Tag in
den Yellowstone N.P.
Fr 26. September
Frühstück: Spiegelei, Toast, Pancakes, Obst. Heut ist "easy
day" angesagt. Wir genießen das Faulsein. Nach dem Lunch (Pizza)
helfen wir Bruce beim Trailer verkleiden. Da er mit Freunden zum Jagen nach
Jackson Hole möchte und den Pferde- Trailer zur Übernachtung auserkoren hat,
wird er von innen mit Styropor- Platten beklebt. Am späten Nachmittag bitten
wir Bruce doch mal mit seinem Zucht-Hengst Dee zu arbeiten. Eigentlich wollten wir ihn
reiten sehen, aber das stolze Tier ist wohl "nur" zur Beglückung
seiner Stuten da, oder ganz einfach ausgedrückt- Bruce ist nicht lebensmüde.
Dee machte schon mächtig Theater beim Satteln und Bodenarbeit im Round Pen-
sehr zur Belustigung der Zuschauer. Es blieb nur beim Abstützen in den Steigbügel,
den Reiter wollte er nicht ertragen!! ;-))
Ich darf einen neuen Sattel ausprobieren, sattle Lakota und übe auf dem großen
Abreitplatz und traue mich endlich Galopp zu reiten! Seit Kuri zweimal mit mir
durchging, hab ich ziemlich Schiß vorm Galopp.
18:00 ist Dinner-Time, wir lassen uns Hackbraten mit Käse-Kartoffeln,
Erbsen, Fruchtkuchen schmecken. Anschließend nimmt uns Bruce zum Roping-
Training mit nach Shell.
Den Abend lassen wir in der Logde beim TV ausklingen.
Sa 27. September
Nach dem Frühstück (wie immer) reite ich zusammen mit John, Marina
und Alan zum Shimney Rock (siehe Foto oben). Anschließend ist Waschtag- Jeans
und Zubehör waschen. Andre reitet mit Dave und Bruce zum Camp in die Berge.
Nachmittag fahre ich mit unserem Pontiac und Keiko und Marina zum "Shoppen"
nach Greybull- es sind hier ganze 5 Geschäfte!
Zum Dinner um 18:30 -Chicken, Mais, Nudelsalat, Kartoffelbrei,
Eiscreme- sind alle wieder zusammen.
So 28. September morgens 4°C, wolkenlos,
mittags 25°C
Nach dem Frühstück (Kochschinken, Spiegelei...) fährt Keiko mit
ihrem Van und uns und Marina, Alan, John nach Cody. Wir machen einen Geschäftsbummel
und Keiko besucht das Grab ihres Sohnes Denver, er wurde nur 18 Jahre alt (Fugzeugabsturz- er
wollte den Flugschein machen). Ihr zweiter Sohn Utah besucht das College und möchte
später Zahnarzt werden.
Zum Lunch lädt uns Keiko zur Salatbar im PizzaHut ein und zum Dinner
gibt's Steak-Strips in einem Restaurant in Cody. Abends sehen wir uns ein Video
über Rodeo's an.
Mo 29. September Wetter wie vor
Frühstück wie üblich, dann gehen wir am Shell Creek angeln, keiner fängt
einen Fisch :-(
Gegen 11:00 bringen wir alle John zum Flughafen nach Cody, er fliegt wieder zurück
nach England. Sein 3monatiger USA- Aufenthalt ist zu Ende und seine Uni ruft.
Bruce spendiert Milchshake mit Banane im Dairy Queen. Danach gehen wir mit Bruce
auf den Friedhof und dann besichtigen wir die in Cody aufgebaute originale
Westernstadt Old Trail Town.
Zum Dinner essen wir Hirsch, grüne Bohnen, Eiscreme. Jetzt ist auch für
uns Kofferpacken angesagt.
Die 30. September wolkenlos, früh kalt,
dann heiß
Nach dem Frühstück ist große Verabschiedung, Abschiedsfotos. Marina und Alan
reisen heute auch ab und werden zum Flughafen nach Billings gebracht. Schweren
Herzens reisen wir ab- aber wir sollen unbedingt wiederkommen- okay versprochen-
aber wann?
Wir fahren nach Süden durch den schönen Wind River Canyon, über Riverton
(9.000 Einwohner), Shoshone (100 Einwohner), Rowlings (9.800) nach Laramie und
quartieren uns im Best Western Motel ($54 pro Zimmer) ein. Am heutigen
Tag sind wir 378 Meilen gefahren.
Mi 01. Oktober wolkenlos, wie vor
8:45 fahren wir ab vom Motel und frühstücken bei McDonald. In Cheyenne der
Hauptstadt von Wyoming kaufen wir noch mal ordentlich ein, einen Westernhut für
unseren Vermieter zu Hause, 2 Satteldecken und organisieren uns im Farmer's Shop
eine große Kiste für Andre's Sattel.
In Denver angekommen 16:30 suchen wir die kürzeste Strecke zur
Autovermietung "Dollar Rent A Car" in Flughafennähe und checken in einem Motel
in Watkins ($42) ein. Wir verpacken den Sattel ordentlich und sehen uns
anschließend die vielen bunten Trucks auf dem Truck Stop an, wir holen uns noch
ein paar Bier und verkrümeln uns in unser Zimmer. An diesem Tag waren es 202
Meilen.
Do 02. Oktober
Aufstehen um 6:30 und Fahrt zur Autovermietstation (27 Meilen). Wir geben unser
Mietauto ab- völlig problemlos- nur ein kurzer Blick ringsrum- okay- und werden
zum Flughafen gefahren. Ohne Verspätung geht's ab Richtung Heimat. Bye bye
America- we come back- maybe soon.

PS: Wir sind nicht wegen dem Essen in den Urlaub geflogen. Ich wollte nur zeigen, daß das Vorurteil "Ami's leben nur vom Fastfood- Hamburger und Hotdogs" nicht stimmt!!
PS 2: Zwei Tage später sehen wir in den Nachrichten, daß in Denver wegen der Schneemassen sämtliche Flüge gestrichen sind. Glück gehabt.